Ergebnis: 2 von 4
28.10.2025

Wie werden Bachblüten hergestellt?

Bachblüten werden potenziert. Dieser Begriff wird Ihnen vielleicht im Zusammenhang mit der klassischen Homöopathie bekannt vorkommen, ist aber damit nicht zu verwechseln.

Während Samuel Hahnemann den Potenzierungsvorgang mechanisch durchführte und mit Schütteln und Reiben arbeitete, um den Pflanzen ihre Seeleninformationen zu entlocken, nutzte Dr. Bach die Sonnenmethode und die Kochmethode. Die Methoden waren keine kompletten Neuerfindungen. Edward Bach hat sich die Vorgehensweise aus der indianischen Medizin abgeschaut, wo man ähnliche Verfahren nutzte.
 

Die Sonnenmethode

 
Dieses Verfahren wird für alle Pflanzen angewendet, deren Blütezeit im Spätfrühling und Sommer liegt. Die Blüten werden an einem sonnigen Tag gepflückt. Die beste Tageszeit dafür ist der Morgen. Dabei sollten die Blüten ausgereift, aber noch nicht bestäubt sein.
 
Beim Pflücken der Blüten sollte die Haut nicht in Berührung mit der Pflanze gebracht werden. Daher ist es hilfreich, Handschuhe zu verwenden oder ein Küchentuch zwischen Daumen und Zeigefinger zu klemmen.

Die Blüten werden noch am Standort in eine mit Quellwasser gefüllte Schüssel gelegt. Die Wasseroberfläche sollte komplett mit Blüten bedeckt sein. Die Schüssel wird für mehrere Stunden in der Sonne belassen. Sind die Blüten verwelkt und es ist eine Bläschenbildung im Wasser zu erkennen, gehen Bachblüten-Kundige davon aus, dass die Essenz, also die Seeleninformation der Pflanze, nun auf das Quellwasser übergegangen ist.

Das Wasser, dem die gleiche Menge Alkohol zugesetzt wird, füllt man in Flaschen. Diese „mother tincture“ hält sich unbegrenzt und bildet die Basis für die als Stock Bottles bekannten Vorratsflaschen für die einzelnen Bachblüten.
 

Die Kochmethode


Einige der Bachblüten blühen im zeitigen Frühjahr. Dies betrifft besonders die Blüten von Sträuchern, Büschen oder Bäumen. Die Sonne ist zu dieser Jahreszeit noch nicht so stark, um die Sonnenmethode nutzen zu können. Hier kommt die Kochmethode zur Anwendung.

Die Blüten werden wie bei der Sonnenmethode beschrieben geerntet und anschließend etwa eine halbe Stunde gekocht und vor der Abfüllung in Flaschen mehrfach gefiltert. Das Verfahren sollte, wenn möglich, in unmittelbarer Nähe des Standorts der Pflanze durchgeführt werden.

Bach sah in der einfachen Herstellungsmethode seiner Essenzen einige Vorteile:
 
  • Die Pflanze wird bei der Potenzierung nicht beschädigt.
  • Die Blüten werden in vollreifem Zustand gepflückt.
  • Pflücken und Potenzieren werden in einem Arbeitsgang erledigt, damit verlieren die Blüten nicht an Energie. 

Dr. Bach sieht die Herstellung seiner Blüten als einen Vorgang der natürlichen Alchimie unter Beteiligung aller vier Elemente an. Erde und Luft werden gebraucht, um die Pflanzen reifen zu lassen. Durch die Kraft von Sonne und Feuer werden die Seeleninformationen aus dem Pflanzenkörper gelöst. Wasser dient letztlich als Trägersubstanz.
Seite 2