21.10.2025
Dr. Edward Bach – Vater der Bachblütentherapie
Die Bachblütentherapie wurde von Dr. Edward Bach entwickelt. Sie fragen sich nun vielleicht, wer war dieser Mann eigentlich, wann hat er gelebt und was brachte ihn auf die Idee, diese großartige Methode zu entwickeln und zu etablieren.
Im folgenden Ratgeber möchte ich seinen Lebensweg kurz nachzeichnen und Sie in die Kinderstube der Bachblüten entführen.
Die Anfänge
Edward Bach kam am 24. September 1886 in der Nähe von Birmingham zur Welt. Seine Eltern waren keine Mediziner, sondern als Besitzer einer Erzgießerei harte körperliche Arbeit gewohnt. Edward Bach wird als zartes und eher empfindliches Kind beschrieben. 1903 beendete er die Schule und ging bei seinem Vater in die Lehre.
In Wirklichkeit hatte der junge Edward Bach aber längst andere Pläne. Die Lehre in der Gießerei ermöglichte ihm, sich sein geplantes Medizinstudium aus eigener Tasche zu finanzieren. 1906 begann er an der Universität zu studieren. Ab 1913 sammelte Edward Bach in einem Londoner Krankenhaus auf der Unfallstation praktische Erfahrungen.
Nach seiner Approbation im Jahre 1914 begann Bach als Assistent der bakteriologischen und immunologischen Abteilung zu arbeiten. Dabei machte er erstmals die Entdeckung, dass es einen Zusammenhang zwischen chronischen Krankheiten und verschiedenen Darmbakterien gibt.
Forschungsarbeit
Der Zusammenhang zwischen chronischen Erkrankungen und Darmbakterien veranlasste Edward Bach zu intensiveren Forschungen. Dabei stieß er auf sieben unterschiedliche Bakterienstämme. Er begann aus dem Stuhl erkrankter Personen Bakterien zu isolieren und diese als Impfung aufbereitet zu verabreichen. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und bald darauf wurden die Impfungen offiziell im Londoner Krankenhaus eingesetzt.
Im Jahre 1918 ging Bach an das Londoner Homoeopathic Hospital. Dort wurden die Patienten nach den Grundlagen der von Samuel Hahnemann entwickelten Homöopathie behandelt. Dr. Edward Bach begann, seine Impfstoffe ebenfalls zu potenzieren und als homöopathische Nosoden aufzubereiten.
Selbstfindung
Während seiner Arbeit stellte Bach fest, dass sich seine Patienten auch in bestimmte Persönlichkeitstypen einteilen lassen. Er begann damit, die Nosoden entsprechend von Verhalten und Gemütslage zu verabreichen und sich nicht mehr auf die bestehende Erkrankung zu fokussieren. Dies brachte erstaunliche Erfolge.
Bach hatte damit einen eigenen und damals völlig neuen Ansatz entwickelt. Fortan ging Edward Bach eigene Wege. 1920 eröffnete er seine erste Praxis in London. Bachs Ziel bestand darin, Heilsubstanzen nicht aus Krankheitserregern, sondern aus natürlichen Wirkstoffen zu gewinnen. Er begann, sich intensiver mit Heilpflanzen zu befassen.
1930 gab Bach seine gut laufende Praxis und seine wissenschaftliche Arbeit auf und ließ sich in einem kleinen Dorf in Wales nieder. Dort begab er sich auf die Suche nach pflanzlichen Mitteln, die seine Therapie unterstützen können.
Bachblüten-Siegeszug
1933 war es Bach gelungen, 19 Blüten zu finden und zu erforschen. Die Essenzen wurden nach der von Edward Bach entwickelten „Sonnenmethode“ hergestellt und den Patienten nicht nach den vorhandenen Krankheiten, sondern nach deren seelischer Verfassung verabreicht.
Ein Jahr später zog Edward Bach nach Mount Vernon. Dort fand er weitere 19 geeignete Bachblüten. Die Herstellung der Essenzen erfolgte durch die neu entwickelte „Kochmethode“. Durch die intensive Beschäftigung mit Pflanzen und ausgedehnten Wanderungen gelang es Dr. Edward Bach 38 Bachblüten zu finden. Zusätzlich entwickelte er die Rescue-Mischung, die in Notsituationen angewendet werden kann.
1936 sah Bach seine Arbeit als abgeschlossen an. Er verbreitete die Bachblütentherapie in Form von Büchern und Vorträgen. Am 27. November 1936 verstarb der Immunologe, Bakteriologe und Vater der Bachblüten an Herzversagen. Seine langjährigen Mitarbeiter Viktor Bullen und Nora Weeks setzten seine Arbeit fort. Bis heute werden auf seinem Anwesen in Sotwell Bachblüten angepflanzt, gesammelt und aufbereitet.
„Lasst euch nicht durch die Einfachheit der Methode von ihrer Anwendung abhalten. Umso weiter wir in unseren Forschungen voranschreiten, umso deutlicher werden wir das Prinzip der Einfachheit in der gesamten Schöpfung erkennen.“
-Dr. Edward Bach-